Calixto Bieito, 58
Der Blick aus dem Teesalon des Kaisers auf die Feststiege der Wiener Staatsoper. Der gebürtige Spanier, der seit Jahren in Basel lebt, ist einer der wichtigsten Regisseure der Gegenwart. Bieito hat u. a. bei Giorgio Strehler, Peter Zadek, Adan Kovacsics und George Tabori studiert.

13 Fragen an Regisseur Calixto Bieito

Atha Athanasiadis, 12.04.2022

Er gilt als Regie-Genie und verstörte – bis selbst konservative Opernfans erkannten, dass Calixto Bieito Geschichten einfach nur so gerade wie möglich erzählt. An der Staatsoper inszeniert er jetzt „Tristan und Isolde“. Uns hat der Spanier erzählt, wie er das angeht.

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Er trägt Glatze und Schwarz. Calixto Bieito kommt gerade von den letzten Proben zu „Tristan und Isolde“. Im Teezimmer des Kaisers soll das Interview stattfinden. Bieito ist es dort aber zu dunkel. Wir landen im leeren Marmorsaal der Wiener Staatsoper. Eine Putzfrau saugt gerade. Bieito spricht langsam, leise. Manchmal greift er einen dabei an. Er springt gerne von einem Thema zu anderen.

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