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Die Website des berühmt-berüchtigten Cafés, das in Wahrheit ein Beisl ist (in Wien gibt es sehr viele von dieser Sorte, Anm.), ist „under construction”. Seit ich denken kann bzw. seit ich im Jahr 2015 meine erste Liebeserklärung an das Bendl verfasst habe, ist das so. Das passt an sich aber eh ganz gut, denn konstruierte Wahrheiten – man könnte auch Mythen sagen – über das Souterrain-Beisl gibt es zuhauf. Damals wurde im Bendl noch geraucht. Wobei das eine glatte Untertreibung ist, denn wer sich zu dieser Zeit im Bendl herumtrieb, wird bestätigen können: An diesem Ort war ab einer gewissen Uhrzeit alles nur noch Schall und Rauch. Und Spritzwein. Der stets sehr solide (und auch ein bisschen nach Kopfweh) schmeckte. Wichtig ist auch: Man muss sich bücken, um reinzugehen, sonst haut man sich am niedrigen Türstock den Schädel an. Aber man muss sich nicht verbiegen, um drin bleiben zu dürfen. Ob immer noch, so wie einst, irgendwann unvermutet Bierdeckel durchs gesamte Lokal fliegen? Hingehen und rausfinden. Und Kopf einziehen nicht vergessen. Wobei es, ist man mal im Bendl, früher oder später ohnehin zu einer anderen Form von Kopflosigkeit (oder auch einfach zu Kopfschmerzen) kommen wird. Landesgerichtsstraße 6, 1010 Wien
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