Erwin Steinhauer, 72, mit seinem Textbuch von „Bis nächsten Freitag“.

Welche Art von Denken fehlt heutzutage, Herr Steinhauer?

Atha Athanasiadis, 04.11.2023

Peter Turrini hat ein großes Stück zur Zeit geschrieben, Erwin Steinhauer und Herbert Föttinger werden die Hauptrollen spielen. Ersterer war lange weg von den großen Theaterbühnen – einer von vielen Gründen, den Publikumsmagnet zu treffen.

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Erwin Steinhauer ist schnell am Punkt: „Ich habe dieses Stück gelesen und war platt. Ich habe gesagt, das ist das Beste, was ich von Peter (Turrini, Anm. d. Red.) jemals gelesen habe. Es ist poetisch, es ist humorvoll, es ist politisch und politisch inkorrekt, es ist dramatisch.“ Steinhauer schaut kurz auf, ob wir ihm eh noch folgen, lächelt und spricht weiter: „Dieses Werk schreit nicht nach einer großen Inszenierung, es ist die pure Macht des gesprochenen Wortes, und diesem Wort muss man Raum geben – Platz geben zum Nachdenken. Du musst dem Publikum die Chance geben, einzusteigen und dabei zu sein. Es ist kein Schwarz-Weiß-Stück, es ist nicht einer nur böse und der andere nur gut. Das ist die große Qualität.“

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