Im Zuschauerraum der Kammeroper. Walter Kobéra findet, dass der intime Rahmen des Hauses den klaustrophobischen Aspekt der Handlung noch zusätzlich unterstreicht.

Walter Kobéra: „Das Staberl klingt nicht“

Klaus Peter Vollmann, 05.12.2024

Dirigent Walter Kobéra ist einer der prononciertesten Vermittler Neuer Musik. Regisseur Stefan Herheim kann Klänge auf internationalem Spitzenniveau in moderne Bilder übersetzen. Gemeinsam bringen sie nun Gottfried von Einems „Der Prozess“ auf die Bühne der Kammeroper.

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Germanist und Musiker. Was für ein Segen. Gottfried von Einems Oper „Der Prozess“ nach Franz Kafkas Roman bedient Walter Kobéras Doppelbegabung vorzüglich: „Natürlich hat mich das Literarische interessiert, das Skurrile, Unwirkliche, Bedrohliche, mit dem die Hauptfigur Josef K. konfrontiert wird. Weniger seine Isolation als vielmehr jenes unbekannte Herrschaftssystem, dem er schutzlos ausgeliefert ist.

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