Konsequente Fürsorglichkeit in selbstbezogenen Zeiten. Claudius von Stolzmann (George) und Robert Joseph Bartl (Lennie) ziehen als ungleiche Wanderarbeiter durch ein von der Großen Depression verwüstetes Amerika und träumen vergeblich vom besseren Leben auf der eigenen Ranch. (Foto-Location: Auto Metzker in Vösendorf – autometzker.com)

„Von Mäusen und Menschen“: Zuletzt stirbt auch die Hoffnung

Klaus Peter Vollmann, 06.03.2025

John Steinbecks aufwühlendes Drama „Von Mäusen und Menschen“ beschreibt das Antonym des amerikanischen Traums. Claudius von Stolzmann und Robert Joseph Bartl agieren dabei an den harten Grenzen des Menschseins.

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Erst die Maus. Dann der Welpe. Und am Ende die Frau des Farmersohns. Lennie hat weder seine Kraft im Griff noch seine Sehnsucht nach Zuneigung, die in ungestümen Zärtlichkeitsbekundungen den Tod bringt. Am Ende auch ihm, denn George, sein Kompagnon im Leiden des Wanderarbeiters zur Zeit der alle Hoffnung verschlingenden US-Wirtschaftskrise, sieht sich gezwungen, ihn zu erschießen. Ein zutiefst humanistischer Akt, um Lennie vor der Lynchjustiz des wutentbrannten Mobs zu bewahren.

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