Nach vorn schauen. Die großen Maschinen hat Ulrich Rasche hinter sich gelassen. „Je leerer die Räume werden, umso freier und unmittelbarer wird die Arbeit“, so der Regisseur.

Ulrich Rasche: Ein Lichtblick in düsteren Zeiten

Sarah Wetzlmayr, 25.01.2024

Seine formstrengen Arbeiten haben Ulrich Rasche den Ruf eines Theatermaschinisten eingebracht. Tatsächlich ist der ­deutsche Regisseur jedoch vor allem ein präziser Spracharbeiter, der mit seiner „Iphigenie“ ein Zeichen für Menschlichkeit und Dialog setzen möchte.

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„Meine Inszenierungen verteidigen die Menschlichkeit und sind Arbeit an einer humanen Gesellschaft“, sagte Regisseur und Bühnenbildner Ulrich Rasche einmal in einem Interview mit „Theater heute“. Ein Satz wie zugeschnitten auf Goethes Versdrama „Iphigenie auf Tauris“, das der deutsche Theatermacher gerade für das Akademietheater vorbereitet. Oder andersherum: ein Stück wie zugeschnitten auf das Theater Ulrich Rasches, das sich immer wieder aufs Neue am Verhältnis zwischen Individuum und Masse abarbeitet – an jenem gefährlichen Sog, der von Massenbewegungen ausgeht.

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