„TVMordia“: Bis 3. Juni im Kosmos Theater.

TVMordia: Stirb schön und leise

Sarah Wetzlmayr, 01.06.2025

Stirb langsam? Vielleicht. Viel wichtiger scheint jedoch zu sein, dass Frauen, die in TV- und Filmproduktionen ums Leben kommen, das auf möglichst schöne, leise und fragile Weise tun. Anna Rot, die selbst schon neun Leichen gespielt hat, kann ein Lied davon singen. Ihre Erfahrungen mit dem Totspielen sind in ihr Stück „TVMordia“ eingeflossen.

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Stirb langsam? Darum geht es vielleicht in der gleichnamigen Actionfilmreihe, in der deutschsprachigen Filmlandschaft sieht die Sache jedoch etwas anders aus. Dort lautet die Ansage eher: Stirb schön und leise! Es ist alles andere als ein Zufall, dass die Leichen in Kriminalgeschichten und Thrillern häufig von schönen, meist jungen Frauen gespielt werden, ist Schauspielerin Anna Rot überzeugt. Wie viele andere Menschen ist auch sie mit dem Bild des entweder fragilen oder grausam zerstörten toten Frauenkörpers in Film und Fernsehen aufgewachsen. Außerdem hat sie im Laufe ihrer Schauspielkarriere schon selbst neun Leichen gespielt, erzählt sie im Interview, das im Kosmos Theater stattfindet. Ebendort wird von 28. Mai bis 3. Juni ihr Stück „TVMordia“ zu sehen sein, in dem sie sich mit dem Totspielen und der Darstellung toter Frauenkörper im Film beschäftigt. In Football-Montur betritt die unter anderem aus dem Sabine Derflingers „Tag und Nacht“ bekannte Schauspielerin die Bühne – das Totspiel-Training kann beginnen. Denn: Sterben – also „actively passive“ zu sein – ist eine Kunst, aber auch eine sportliche Disziplin, wie Anna Rot betont. „Häufig ist es körperlich extrem intensiv, zusätzlich aber auch eine große mentale Herausforderung.“

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