Tom Stoppard wurde 1937 als Tomáš Straussler in Zlín,
Tschechien, geboren. Seine Familie floh
im Zweiten Weltkrieg vor den Nazis nach Singapur und Indien, wo sein Vater starb. Durch die Heirat seiner Mutter mit einem britischen Major wurde er
zu Tom Stoppard. Seine Werke, darunter „Travesties“ und „Rosencrantz and Guildenstern Are Dead“, zählen zu den meistgespielten des zeitgenössischen britischen Dramas. Stoppard ist auch als Drehbuchautor, u.a.
„Das Russland-Haus“, „Shakespeare in Love“, „Tulpenfieber“, höchst
erfolgreich. Sein anregender Intellekt, historische Bezüge, philosophische Reflexionen und Wortwitz prägen sein umfangreiches Werk.

Tom Stoppard: Gespräch mit einem Genie

Klaus Peter Vollmann, 26.04.2022

Tom Stoppard ist eine lebende Legende. Der Dramatiker von Weltstarformat und Oscarpreisträger hat mit „Leopoldstadt“ einer jüdischen Familie in Wien ein Denkmal gesetzt. Im April feiert die deutschsprachige Erstaufführung im Theater in der Josefstadt Premie.

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„Please call me Tom.“ Obwohl bereits 1997 von der Queen für seine literarischen Verdienste geadelt, legt Tom Stoppard keinen Wert auf den Zusatz „Sir“ und macht dies gleich zu Beginn des Interviews klar. Nach mehrfachen Verschiebungen wegen einer hartnäckigen Erkältung seinerseits gibt er – kein Klischee – bei einer Tasse Tee mit Milch fernmündlich Auskunft. Sehr herzlich. Und mit jenem trockenen Humor gesegnet, den man gemeinhin als britisch bezeichnet.

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