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Mit Tape markiert Barbara Gassner den Grundriss eines Hauses. Alles andere als genau und maßstabsgetreu, sondern nur ganz grundlegend. Das bedeutet: Weiße Striche auf schwarzem Untergrund deuten die Türen zu Küche, Vorraum, Badezimmer und Stube an. Innerhalb dieses Rahmens möchte die Schauspielerin Themen wie Besitz, Erbe und der Wertigkeit von Dingen auf den Grund gehen. In ihrem neuen Stück „Testament“ lädt Gassner das Publikum dazu ein, mit ihr in jenes Pinzgauer Bauernhaus zu kommen, in dem sie aufgewachsen ist und das sie nach dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihren Geschwistern ausräumen musste. Manches wird verschenkt und losgelassen, anderes wird mitgenommen und nach Wien übersiedelt. Im Stück werden diese Gegenstände – ein Hausschuh befindet sich darunter, aber auch ein Häferl und ein Lippenstift – zu Musik, denn Florian Kmet hat für jeden von ihnen einen eigenen Song komponiert. Eine fiktive Albumpräsentation bildet die Rahmen des bislang persönlichsten Stückes der Schauspielerin. Wobei sich der Begriff „Album“ nicht unbedingt auf ein Musikalbum beziehen muss, hält Regisseur Ed. Hauswirth fest.
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