Stefanie Reinsperger: „Lieber ehrlich fallen als unehrlich schweben“

Sarah Wetzlmayr, 25.08.2022

Spielen ist für Stefanie Reinsperger ein Urbedürfnis. Warum es der Film- und Theaterschauspielerin so wichtig ist, in ihrem Beruf alles zu geben, sich dabei aber niemals selbst aufzugeben, beschreibt sie in ihrem ersten Buch „Ganz schön wütend“.

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„Ich hatte an 2022 echt gar keine Erwartungen“, eröffnet Stefanie Reinsperger unser Gespräch, das aufgrund ihrer 2021 begonnen Ermittlertätigkeit im Dortmunder „Tatort“-Team über Zoom stattfindet. Die bisherige Bilanz zeigt jedoch eindrucksvoll, dass die 34-Jährige mit diesem Gefühl alles andere als richtig lag: Buch geschrieben und veröffentlicht; Soloabend am Berliner Ensemble nicht nur gestemmt, sondern gerockt; Romy abgestaubt. Zusätzlich hat sich die in Baden bei Wien geborene Schauspielerin als Rosa Herzog in die Herzen unzähliger „Tatort“-Fans gespielt. Die ebenso toughe wie empathische Kommissarin wird Reinsperger wohl so schnell nicht mehr los. Und auch Phaidra bzw. Hippolytos – die Max-Reinhardt-Absolventin spielt in „Phaidras Liebe“ am Berliner Ensemble beide Rollen – werden sie noch ein Weilchen begleiten. Was im ersten Moment gefährlich nach zu schnellem Fahren auf der Überholspur klingt, ist von der Schauspielerin fein austariert.

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