„Streams. Catching Caches“ ist noch bis 29. Juni im Werk X-Petersplatz zu sehen.

Sprung in den Datenstrom: „Streams“ im Werk X-Petersplatz

Sarah Wetzlmayr, 26.06.2023

Wie entsteht Wissen? Wie passiert es, dass etwas zur Wahrheit wird oder zu einer Zahl, an der sich plötzlich alle orientieren? „Streams. Catching Caches“ von Julia Novacek und Artemiy Shokin wagt auf sehr ästhetische und auch humorvolle Weise den Kopfsprung in den Datenstrom.

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„Die wahre Kunst liegt darin, – wenn Sie so ein Horoskop sehen, das ist ja für einen Nicht-Astrologen eine Zeichnung, mit der man gar nichts anfangen kann –, dieser Zeichnung sozusagen Leben einzuhauchen“, sagt der Astrologe Harald Thurnher in Julia Novaceks und Artemiy Shokins Stück „Streams. Catching Caches“. Ein bisschen wie im Theater, wo Texte im Grunde auch erst durch das Spiel auf der Bühne zum Leben erweckt werden. Die Arbeit Thurnhers macht zwar nur einen kleinen Teil des teils dokumentarischen Theaterabends aus, der Gedanke scheint sich jedoch über die Produktion als solche zu spannen. Die von Expert*innen der Stenografie, Klimaforschung, Komplexitätsforschung, Technikforschung und Astrologie gesammelten Daten und Aufzeichnungen werden in „Streams“ jedoch nicht nur auf die Bühne gebracht und so zum Leben erweckt, sondern auch in ihren jeweiligen Entstehungsgeschichten nachgezeichnet. Über alldem stehen die beiden Fragestellungen: Wie entsteht Wissen? Wie passiert es, dass etwas zur Wahrheit wird oder zu einer Zahl, an der sich plötzlich alle orientieren?

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