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„Warum sich ins gemachte Nest setzen, wenn man sich auch ein Baumhaus zimmern kann, das ganz nach den eigenen Vorstellungen funktioniert?“ könnte jene Frage lauten, mit der sich die Arbeitsweise des britisch-irischen Regie-Duos Dead Centre am besten beschreiben lässt. Oder man verzichtet auf Baumhaus-Metaphorik, bleibt lieber am Boden der Tatsachen, und erklärt, wie es wirklich ist – und warum „ein wenig masochistisch“ vielleicht die naheliegendste Bezeichnung für die eigene Art zu arbeiten ist. „Wir bürden uns total gerne riesengroße Herausforderungen auf und sehen uns dann an, wie wir aus dieser Situation wieder herauskommen. Ich weiß nicht genau, warum wir das tun, weil es ein wenig masochistisch ist, aber wir tun es immer wieder“, erklärt Ben Kidd, der Dead Centre 2012 gemeinsam mit Bush Moukarzel gegründet hat. Ein kurzes, aber herzliches Lachen durchbricht seinen Redefluss, den er damit begründet, dass Proben und Interview beinahe nahtlos ineinander übergegangen sind.
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