Wir sind Hamlet. In Karin Henkels Inszenierung des Shakespeare-Klassikers verkörpern fünf Spieler*innen die titelgebende Hauptfigur. Mit drei davon waren wir auf der Unterbühne und im Lüftungskanal des Burgtheaters unterwegs.

Sein oder Nichtsein?

Sarah Wetzlmayr, 27.08.2024

Ist das wirklich die Frage? Oder wirft Shakespeares weltberühmte Tragödie nicht noch spannendere Fragen auf? Regisseurin Karin Henkel hat die Hamlet-Figur auf fünf Spieler*innen aufgeteilt und möchte begeistern statt entgeistern.

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Wenn der Burgtheaterorganismus Luft holt, dann tut er das über einen unterirdischen Gang, der den Wiener Volksgarten mit dem Theater am Ring verbindet. Über ebendiese Luftröhre gelangt die zuvor angesogene Frischluft dorthin, wo Spieler*innen und Publikum im Idealfall gemeinsam atmen und gemeinsam die Luft anhalten – auf die Bühne und in den Zuschauerraum. Ein Fakt, der aber auch im übertragenen Sinn spannend ist, denn der neue Intendant Stefan Bachmann hat große Lust darauf, das Burgtheater zu einem Ort zu machen, der Gegenwart atmet – der gierig aufsaugt, was gerade in der Stadt in der Luft liegt.

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