Auch in stürmischen Zeiten ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt: die Drehbühne. Hier zu sehen in der Inszenierung von „Der Sturm“ im Burgtheater. Davor: Schauspieler Roland Koch.

Schnell erklärt: Was ist eigentlich eine Drehbühne?

Redaktion, 20.09.2023

Die Drehbühne ermöglicht einen schnellen Wechsel des Bühnenbilds und ist aus dem Theater nicht mehr wegzudenken. Um 1490 wurde sie von Leonardo da Vinci erstmals skizziert.

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Die Drehbühne ist aus dem modernen Theater nicht mehr wegzudenken. Ihre Entwicklung begann allerdings deutlich früher, als man im ersten Moment annehmen würde. Um 1490 zeichnete Leonardo da Vinci erstmals eine sich drehende Theaterbühne. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts besaß das japanische Kabuki-Theater eine Drehbühne auf Holzrollen („mawari butai“). In Europa war das Münchner Residenztheater das erste Haus, das eine Drehbühne besaß. Erstmals erprobt wurde die im Durchmesser 16 Meter große Scheibe 1896, anlässlich einer Aufführung von Mozarts „Don Giovanni“. Berühmt wurde auch Max Reinhardts Einsatz der Drehbühne bei seiner Inszenierung des „Sommernachtstraums“ 1903 im Neuen Theater Berlin.

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