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Der eiserne Vorhang ist eine Brandschutzeinrichtung und trennt Bühne und Zuschauerraum voneinander. Er wurde entwickelt, weil es – aufgrund des Einsatzes von Gasbeleuchtungen bzw. offenen Flammen – im 19. Jahrhundert vermehrt zu Bränden in Theatergebäuden kam. Ausschlaggebend war unter anderem der Ringtheaterbrand in Wien im Jahr 1881. Der tragische Unfall, bei dem 384 Menschen ums Leben kamen, ereignete sich im Ringtheater am Schottenring und wurde durch fünf Schaukästen mit defekter Gasbeleuchtung verursacht. Als Folge des Brandes wurde nicht nur der eiserne Vorhang entwickelt und eingeführt, sondern die größeren Theater auch dazu verpflichtet, an jeder Vorstellung einen uniformierten Sicherheitsbeamten teilnehmen zu lassen, der im Brandfall die nötigen Anordnungen zur Lenkung der großen Menschenmenge zu treffen hatte. Die Regelung gilt bis heute. In Deutschland wurde der Schutzvorhang ab 1889 nach mehreren Theaterbränden ebenfalls Pflicht.
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