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Es bedarf keines kleinen oder großen Latinums, um dahinterzukommen, dass der im Opernkontext häufig auftauchende Begriff „Koloratur“ etwas mit Farbe oder Färbung zu tun hat. Tatsächlich bedeutet Koloratur, dass die Stimme durch Läufe, Triller und größere Sprünge so verziert wird, dass eine neue Klangfarbe entsteht. Diese stattet beispielsweise Opernarien mit einem besonderen Charme oder Liebreiz aus, sodass das Publikum auf emotionaler Ebene ergriffen und bewegt wird. Koloraturen können auch Jubel, Freude, Leid, Schmerz oder Aggressionen ausdrücken. Kurz: Sie kommen zum Einsatz, wenn der reine Gesang als emotionales Ausdrucksmittel nicht mehr ausreicht. Ein Beispiel ist die weltberühmte Arie der Königin der Nacht aus der Oper „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart.
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