Leidenschaftliche Ornithologin. Emmy Werner liebt Vögel. In erster Linie Eulen, von denen sie 1.550 künstlerische Exemplare besitzt. Für das Foto posierte sie mit Pfauenfedern.

Schlagzeile 1984: „Frau führt Regie!“

Klaus Peter Vollmann, 24.10.2023

Emmy Werner ist ein Kind des Theaters, das sie über Jahrzehnte geprägt hat. Erst Pionierin, dann Prinzipalin, förderte sie junge ­Autor*innen, forderte Politiker und evaluierte gesellschaftliche Verhältnisse. Unbeirrbar lebensklug. Standhaft humanistisch.

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Gutes Timing. „Ich freue mich so“, bricht es aus Emmy Werner heraus, kaum dass man auf ihrem Sofa Platz genommen hat. Und während man den beschwingten Auftakt noch auf die eigene Anwesenheit beziehen möchte, vollendet sie den Satz: „dass Jon Fosse den Literaturnobelpreis zugesprochen bekommen hat.“ Schon 2001 habe man den norwegischen Dramatiker, der 2000 übrigens der erste Nestroy-Autorenpreisträger überhaupt war, am Volkstheater gespielt. „Mit Birgit Doll und Wolfgang Hübsch in den Hauptrollen. Sehr erfolgreich war es beim Publikum nicht. Wir haben bald gesagt: ‚Da kommt niemand mehr.‘“ Das Stück hieß „Da kommt noch wer“.

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