Der Allrounder in Schwarz-Weiß: Nils Strunk inszeniert Stefan Zweigs "Schachnovelle".

Schachnovelle: Der zweite Streich

Sarah Wetzlmayr, 24.09.2024

In seltenen Fällen ist es gar nicht so schlecht, in geordneten Bahnen und ausschließlich in Schwarz-Weiß zu denken. Beim Schachspielen zum Beispiel. Nils Strunk, der die „Schachnovelle“ am Burgtheater inszeniert, denkt jedoch lieber in allen möglichen Farben, Facetten und Abstufungen. Und: Er denkt schnell.

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Es ist 9 Uhr, und Nils Strunk ist bereits auf Betriebstemperatur. Fröhlich feuert er eine mit Fakten gespickte Liebeserklärung an das städtische Freibad Gänsehäufel ab, das wir als Fotolocation auserkoren und gerade betreten haben. Dieser Umstand könnte natürlich den für September ungewöhnlich heißen Temperaturen geschuldet sein; wer den Schauspieler, Musiker und Regisseur kennt, wird jedoch bestätigen können, dass sein Motor stets auf Hochtouren und so gut wie stotterfrei läuft, sobald es um seine Arbeit geht. Strunks Freude daran, Fakten, Anekdoten und besondere Gegenstände zu sammeln, wird im Übrigen etwas später noch eine wichtige Rolle spielen.

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