Malin Byström beim Fotoshooting im Münchner 25hours Hotel.

„Salome“ neu: Vom Sex zum Seelen-Strip

Atha Athanasiadis, 05.01.2023

Es geht um Obsession, Inzest, Nekrophilie und Suizid. Wie diese Themen zeitgemäß verpacken? Was tun mit dem Schleiertanz? Nach 50 Jahren wird die Jugendstil-„Salome“ eingemottet und als kinematografisches Kammerspiel neu gedacht. Die Details.

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Richard Strauss hätte zehn Minuten gebraucht. Es sind 800 Meter zu Fuß von seinem Geburtshaus am Altheimer Eck zum 25hours Hotel gegenüber vom Münchner Hauptbahnhof. Hier hat das reizende Hotelmanagement für das BÜHNE-Team die Bar im zweiten Stock für zwei Stunden gesperrt. Nicht, damit wir uns ungestört betrinken können. Die schwedische Sopranistin Malin Byström singt gerade an der Bayerischen Staatsoper vier Vorstellungen von Puccinis „La fanciulla del West“. Davor hatte sie ein Engagement als Salome am Royal Opera House in London, danach als Tosca ebendort. München ist also der einzige Ort, an dem Zeit für ein Fotoshooting dieser Größenordnung ist.

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