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Der Mann ist ein Glücksfall. An einem Tag begehrt man telefonisch ein Interview, am nächsten sitzt man ihm bereits im Café gegenüber. Mit spitzbübisch gewitztem Blick gibt er unprätentiös Auskunft über sein reiches künstlerisches Leben, das ihn unmittelbar nach der Schauspielschule ans Burgtheater brachte, wo er sich 33 Jahre lang erfolgreich durch die dramatische Weltliteratur spielte, ehe er die Direktion der Volksoper übernahm. Diese führte er 15 äußerst produktive Jahre und übergab 2022 das Zepter an Lotte de Beer. Ging damit auch ein gewisser Bedeutungsverlust einher? „Nein, den hatte ich wirklich nicht, weil ich seit meiner Verabschiedung wahnsinnig viel zu tun habe. Ich war bis vor kurzem an der Volksoper in ‚Cabaret‘ engagiert, spiele ‚Der Wald‘ in der Josefstadt und ‚Gott‘ in den Kammerspielen, man kann mich am Münchner Gärtnerplatztheater in ‚Die Fledermaus‘ und ‚My Fair Lady‘ sehen, und heuer im Sommer inszeniere ich in Reichenau ‚Lumpazivagabundus‘. Darin spiele ich auch den Knieriem. Dazwischen mache ich Soloabende. Ich bin ein absoluter Unruhe-Pensionist.“
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