Janusz Kica studierte an der Universität Krakau und später in Köln, begann seine Laufbahn
als Regieassistent von Andrzej Wajda und als Produktionsleiter bei Peter Stein. Heute inszeniert er vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Kroatien, Slowenien und Italien. Seit 1999 immer wieder am Theater in der Josefstadt zu Gast. Aktuell etwa mit „Der Weg ins Freie“, „Das Konzert“ und „Leopoldstadt“.

Präziser Dirigent des Geschehens: Janusz Kica

Klaus Peter Vollmann, 24.05.2022

Er erweckt Texte zum Leben – und das in fünf Sprachen. Janusz Kica ist künstlerischer Dauergast an der Josefstadt und als Regisseur ein Glücksfall für Schauspieler*innen. Nun hat er „Leopoldstadt“, das neue Drama von Tom Stoppard, inszeniert. Ein Mammutprojekt.

Werbung

„Wer soll das aufführen können?“ Fragt Janusz Kica zu Beginn des Gesprächs – und hat auch gleich die Antwort parat. „Herbert Föttinger ist ein Träumer und so vom Theater besessen, dass er das versucht“, lobt er den hohen Anspruch des Direktors. Die Rede ist von „Leopoldstadt“, dem 2020 am Londoner Wyndham’s Theatre uraufgeführten Stück von Tom Stoppard, indem dreißig Charaktere das Schicksal einer in Wien ansässigen jüdischen Familie von 1899 bis 1955 nacherzählen. Dieses große Ensemble ist in Zeiten der Pandemie natürlich ein besonderes Wagnis. Vorsichtig ausgedrückt. Eines, das sich allerdings, orientiert man sich am Erfolg in Großbritannien, auch lohnen dürfte.

Weiterlesen

Werbung