Peter Konwitschny bei der Arbeit auf der Probebühne des Theaters an der Wien Ende Dezember 2020.

Peter Konwitschny schlägt mit Thaïs am Theater an der Wien Funken

Stefan Musil, 29.01.2021

Peter Konwitschny erklärt, wie man Jules Massenets fiebrig orientalisches Opernstück „Thaïs“ wieder genießbar macht. Die Premiere am Theater an der Wien wurde ohne Publikum aufgezeichnet.

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Er gilt manchen als Regietheater-Schreck. Andere begeistert er mit seinen hintergründigen und originellen, nie am musikalischen Fundament rüttelnden Neubefragungen alter Opernstoffe: Peter Konwitschny setzte Aida aufs Sofa, machte die Ketzerverbrennung in Verdis „Don Carlos“ zur Live Video-Pausenerregung und schickte Verdis Attila-Personal im Rollstuhl über die Bühne des Theater an der Wien. Dort hat er mit Massenets „Thaïs“ soeben erneut bewiesen, wie man aus einem problematischen Stück grandios Funken schlägt. Vorerst nur für die Kameras, bald hoffentlich auch für Publikum. Die Bühne hat mit ihm vorab gesprochen.

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