Olga Neuwirth gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Komponistinnen. Mit ihrer Oper „Orlando" wurde erstmals ein abendfüllendes Werk einer Komponistin in der Wiener Staatsoper gespielt.

Olga Neuwirth: „Das Publikum hat offene Ohren“

Julia Schilly, 20.01.2021

Olga Neuwirth ist eine musikalische Pionierin. Mit ihrem „Orlando“ wurde die erste abendfüllende Oper einer Frau an der Wiener Staatsoper aufgeführt. Musiktheater muss auch stören dürfen, sagt sie. Nun gewann sie den mit 100.000 US-Dollar dotierten Grawemeyer Award for Music Composition.

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Gut, die Wiener Staatsoper ist auf der ganzen Welt bekannt. Aber dass eine Premiere sogar im Guardian oder in der New York Times Widerhall findet, ist doch eine Seltenheit. Der Grund ist Olga Neuwirth. Die 52-jährige Komponistin ist die erste Frau, deren abendfüllendes Werk von der Wiener Staatsoper in Auftrag gegeben wurde. Der Presseandrang vor der Premiere ihres „Orlando“ am 8. Dezember 2019 war dementsprechend sogar so groß, dass es einen Roundtable gab, um die zahlreichen Anfragen der Journalistinnen und Journalisten zu bewältigen. Die BÜHNE sprach mit Neuwirth über zeitgenössische Musik, wie sich Komponistinnen international immer mehr vernetzen und warum traditionelle Kulturhäuser ihren Besucher:innen zu wenig zumuten.

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