Nikolaus Webern studierte Bühnengestaltung an der Akademie der Bildenden Künste und arbeitet seit 2006 als Bühnenbildner. Mittlerweile gehen etwa 65 Bühnenbilder für Produktionen vornehmlich in Deutschland und Österreich auf sein künstlerisches Konto.

Nikolaus Webern: Ohne Bühne kein Theater

Klaus Peter Vollmann, 03.06.2024

Sie schaffen Räume, in denen sich die Handlung frei entfalten kann und bauen Welten, die ihre eigenen Geschichten erzählen. Bühnenbildner sind für den Zuschauer unsichtbar. Und doch immer präsent. Nikolaus Webern entwarf für „Richard III.“ in der Kammeroper eine Bühne, die an eine Tudor-Halle erinnert. Elegance meets Grunge.

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Lieber backstage. Die Vorstellung, selbst vor Publikum aufzutreten, führt bei Nikolaus Webern nicht zu erhöhter Endorphin-Ausschüttung. Ganz im Gegenteil. „Ich hatte noch nie das Bedürfnis, mich auf einer Bühne zu präsentieren“, stellt der gebürtige Steirer klar. In dem von ihm besuchten Gymnasium in Mürzzuschlag habe es damals auch keine Theatergruppe gegeben, in der er aktiv hätte werden können – und auch die Ausflüge ins Next Liberty nach Graz waren dünn gesät. „Aber ich habe schon als Kind gerne gezeichnet, bildnerische Erziehung war eines meiner Lieblingsfächer, und es war klar, dass ich etwas studieren wollte, was mit Gestaltung zusammenhängt. Architektur erschien mir damals allerdings zu strikt und vor allem zu mathematisch.“

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