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In der Wiener Kammeroper geht das aus 572 Kandidatinnen und Kandidaten frisch gecastete Junge Ensemble des Theaters an der Wien an den Start. Zum Saisonauftakt gibt’s Antonio Vivaldis „Bajazet“. Die Geschichte von Sultan Bayezid I. (Bajazet) und dem mongolischen Kriegsherrn Timur Lenk (Tamerlano) war im Barock viel vertonter Opernstoff. Der Kampf zwischen Osmanen und Mongolen war für Vivaldi 1735 aber auch die Steilvorlage, um die neapolitanische gegen die venezianische Oper antreten zu lassen. Vivaldi wählte die Form des Pasticcios, wies den Türken von ihm selbst komponierte Musik, den Mongolen aber Arien der „Neapolitaner“ Hasse, Giacomelli oder Broschi zu. Das ergibt ein grandioses Opernmatch!
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