„Ich wusste schon mit sieben Jahren, dass ich Musikerin werden will, und habe bereits mit 15 einen Chor dirigiert.“ so die Dirigentin Simone Menezes.

Musikalische Weltenwanderin

Klaus Peter Vollmann, 21.11.2022

Talent und Wirkungskraft prägen den Weg von Simone Menezes, die im Wiener Konzerthaus mit einem ebenso schillernden wie smarten Programm überzeugte. Ihre Biografie ist ein Plädoyer für mehr Frauen am Pult.

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Mit Grenzen kann Simone Menezes wenig anfangen. Das zeigt sich nicht nur in ihrem musikalischen Schaffen, sondern auch in persönlichen Zuschreibungen. Sie wird wegen ihrer Wurzeln meist als brasilianisch-italienisch bezeichnet, fühlt sich aber am ehesten in Paris, wo sie seit Jahren lebt, heimisch. „Eigentlich habe ich aber das Gefühl, gar keine Heimat zu haben“, erklärt sie im Interview, das sie anlässlich eines Konzerts, welches sie im September in Wien leitete, gab. „Ich versuche vielmehr, jede Stadt, in der ich bin, zu verstehen, sie künstlerisch zu erforschen, mit den Menschen in Verbindung zu treten. Das empfinde ich als Privileg, weil es mir ermöglicht, an jedem Ort das Beste zu entdecken. Außerdem hat man auch innerhalb eines Landes Präferenzen. Ich mag zum Beispiel die Geschichte Brasiliens, den Lebensstil der Franzosen und deutsche Musik.“

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