Ein neues Kapitel. Obwohl Theater immer im Hier und Jetzt stattfindet, denkt Stefan Bachmann gern an die ­bisherige Zeit in Köln zurück. Den Aufgaben im Burgtheater blickt er mit Freude, aber auch mit Demut entgegen.

Mülheimer Freiheit

Sarah Wetzlmayr, 07.02.2023

„Das heißt nicht Mülheim, sondern Müllheim“, bekam Stefan Bachmann zu hören, als er mit dem Schauspiel Köln in ebenjenen Kölner Stadtteil übersiedelte. Wir haben den zukünftigen Burgtheater-Direktor gefragt, was er aus der mittlerweile fast zehnjährigen Kölner Übergangslösung gelernt hat.

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In der langen Liste an Tonaufnahmen, die auf meinem Smartphone gespeichert sind, befindet sich derzeit ein Eintrag mit dem Namen „Mülheimer Freiheit“ ganz oben. Das hat nichts mit irgendeiner schrägen Art von Ranking zu tun, sondern ist schlichtweg der Chronologie der Aufnahmen geschuldet. Wie auch meiner Faulheit, die gespeicherten Files so zu benennen, dass sie deren Inhalte auf sinnvolle Weise widerspiegeln. „Interview mit Stefan Bachmann“ wäre in diesem Fall naheliegend gewesen, denn hinter „Mülheimer Freiheit“ verbirgt sich genau das – ein Gespräch mit dem Regisseur und Intendanten des Schauspiel Köln, geführt an einem regnerischen Tag im Jänner am Gelände des ehemaligen Carlswerks, wo das Schauspiel seit fast einem Jahrzehnt beheimatet ist.

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