Sopran-Shootingstar Hanna-Elisabeth Müller in der Wiener Staatsoper.

Mit welcher Melodie im Kopf sind Sie heute aufgewacht, Hanna-Elisabeth Müller?

Atha Athanasiadis, 18.06.2023

Hanna-Elisabeth Müller ist die Stimme einer neuen, coolen ­Sängerinnen-Generation. Sie erzählt uns, wie hart sie an ­Rollen-Debüts wie dem der Daphne arbeitet, wie streng ­Thielemann wirklich ist und wie Barrie Kosky sie liest.

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Eigentlich ist „Porgi, amor“ eine einfache Kavatine. Sie verlangt ein schönes Legato, manche Stellen sollten in einem Atem gesungen werden. Am Anfang gibt’s ein liebes Streicher-Intro, am Ende ein feines Klarinettenmotiv und dazwischen ein paar Wiederholungen. Mozart hat sie in Dur komponiert – ein kleiner Trick, um der Arie eine überirdische Aura zu geben. Klingt einfach – wäre da nicht das Aber: Denn „Porgi, amor“ ist der erste Auftritt der Gräfin Almaviva in dieser Rolle. Der Hit aus „Le nozze di Figaro“ wird nicht etwa als Zugabe gespielt, sondern steht ganz am Anfang und entscheidet über Daumen rauf oder Daumen runter.

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