Spektakuläre Bilder, virtuoser Gesang und eine Musik, die einen in ihren Bann zieht: Anett Fritsch ist in „Rappresentatione di Anima et di Corpo" im Theater an der Wien zu erleben - das Werk von 1600 gilt als erste Oper.

Mit Leib und Seele: Anett Fritsch singt die erste Oper der Welt im Theater an der Wien

Julia Schilly, 27.09.2021

Sopranistin Anett Fritsch verkörpert die „Anima" in Emilio de' Cavalieris "Rappresentatione di Anima et di Corpo". Der BÜHNE erzählt sie, warum die Oper auch nach 400 Jahren inhaltlich und musikalisch noch frisch ist.

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Ist es eine Oper? Oder ein Oratorium? Oder ein Madrigal? Emilio de' Cavalieris „Rappresentatione di Anima et di Corpo” klingt für Hörer:innen von heute ungewöhnlich. Im Jahr 1600 geschrieben, gilt das Werk als erste Oper. Wer sich nun ein sperriges Hörerlebnis für Liebhaber alter Musik erwartet, wird eine Überraschung erleben: Auch 400 Jahre nach der ersten Premiere macht es Spaß zuzuhören. Regisseur Robert Carsen und Dirigent Giovanni Antonini (mit seinem Alte-Musik-Ensemble Il Giardino Armonico) haben das Werk für das Theater an der Wien in einer Neuproduktion entstaubt, was vom Publikum bei der Premiere mit einem langen Applaus belohnt wurde. Sopranistin Anett Fritsch singt die „Anima“ und erklärt der Bühne, warum sie sich bei der Erarbeitung ihrer Rolle fast wie eine Archäologin gefühlt hat.

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