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Ist es eine Oper? Oder ein Oratorium? Oder ein Madrigal? Emilio de' Cavalieris „Rappresentatione di Anima et di Corpo” klingt für Hörer:innen von heute ungewöhnlich. Im Jahr 1600 geschrieben, gilt das Werk als erste Oper. Wer sich nun ein sperriges Hörerlebnis für Liebhaber alter Musik erwartet, wird eine Überraschung erleben: Auch 400 Jahre nach der ersten Premiere macht es Spaß zuzuhören. Regisseur Robert Carsen und Dirigent Giovanni Antonini (mit seinem Alte-Musik-Ensemble Il Giardino Armonico) haben das Werk für das Theater an der Wien in einer Neuproduktion entstaubt, was vom Publikum bei der Premiere mit einem langen Applaus belohnt wurde. Sopranistin Anett Fritsch singt die „Anima“ und erklärt der Bühne, warum sie sich bei der Erarbeitung ihrer Rolle fast wie eine Archäologin gefühlt hat.
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