Max Simonischek studierte Schauspiel an der Universität Mozarteum in Salzburg und war nach seinem Studium am Berliner Maxim Gorki Theater engagiert. Außerdem gehörte er zum Ensemble der Münchner Kammerspiele und des Deutschen Theaters. Mit der Spielzeit 2024/25 ist Max Simonischek Ensemblemitglied am Burgtheater. Außerdem stand er für zahlreiche Kino- und TV-Produktionen vor der Kamera.

Mit Haut und Haar: Max Simonischek über Kafka und das Theater

Sarah Wetzlmayr, 16.12.2024

Eine künstlerische Krise brachte Max Simonischek dazu, sich tief in die Welt Kafkas zu begeben. Aus dieser Auseinandersetzung entstand „Der Bau“, ein Soloabend, der vor allem eines von ihm fordert: „mit allen Sinnen im Moment zu sein“. Wir haben den Schauspieler zum Gespräch getroffen.

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Wenn sich Max Simonischek in eine Sache reinstürzt, dann tut er das wirklich. Mit Haut und Haar. Am liebsten hebt er den Graben, in den er im Anschluss hineinköpfelt, auch noch selbst aus. Denn Theater ist für ihn vor allem dann gut, wenn es wirklich Arbeit ist. Das bedeutet, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen – im übertragenen wie auch im buchstäblichen Sinn. Kurz: Nicht zimperlich zu sein. Und vor allem: Stets weiter zu graben, auch wenn sich noch nicht klar abzeichnet, was sich dort unten genau befindet. Geht eine Arbeit zu leicht von der Hand, findet diese tiefe Auseinandersetzung, die er am Theater sucht, meist nicht statt, sagt er. „Für mich geht es um die Umwege und ums Scheitern. Und auch darum, mir selbst Erlebnisse zu schenken.“

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