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„Mein Vorteil ist, dass es für mich keine leeren Räume gibt“, lautet Mirjam Stängls Antwort auf die Frage, ob sich die Fülle an Möglichkeiten, die ein leerer Raum mit sich bringt, auch beengend oder angsteinflößend anfühlen kann. Anders als beim weißen Blatt, das tatsächlich immer nur ein weißes Blatt ist, sei jedem Raum nämlich immer schon etwas eingeschrieben, so die Bühnenbildnerin. „Wenn man ganz genau hinschaut, gibt es immer Qualitäten, die schon da sind und zu etwas einladen. Den Fokus auf diese Dinge zu lenken, kann dabei helfen, den ersten Schritt zu machen.“ Wir sitzen im Kosmos Theater, wo in etwas weniger als zwei Stunden die Generalprobe der österreichischen Erstaufführung des Stückes „Keeping up with the Penthesileas“ von Thomas Köck und Mateja Meded über die Bühne gehen wird. Das feministische Theater am Siebensternplatz wird Stängl etwas später im Gespräch als „Kunstinsel“ bezeichnen. Doch dazu gleich mehr.
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