Schriftsteller Michael Köhlmeier schreibt jeden Monat in der BÜHNE über Kulturthemen, die ihn bewegen.

Michael Köhlmeier über die Dringlichkeit, ins Theater zu gehen

Redaktion, 09.10.2020

In aller Kunst begegnen wir dem Substrat des Unbegreiflichen, und das vermag uns mit Stolz zu erfüllen. Darauf, Menschen zu sein. Das schreibt Michael Köhlmeier in seiner BÜHNE-Kolumne.

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Es ist viele Jahre her, da hörte ich zum ersten Mal Mozarts 40. Symphonie, dirigiert von Karl Böhm – es war eine hoffnungslos zerkratzte Schallplatte. Schon der erste Satz erschien mir wie ein Wunder. Ich galoppierte in die Musik hinein, als säße ich auf einem Pferdchen und hätte nur halb so viel Gewicht. Nach hundertmal Abhören, Auflegen, Abhören, Auflegen war die Platte dahin, und ich kaufte mir eine neue, wieder mit Karl Böhm als Dirigent.

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