Martin Schlaff bei den Osterfestspielen. Dieses Foto entstand vor der „Tannhäuser“-Aufführung am Ostersonntag in Salzburg bei einem der beiden Treffen mit der BÜHNE.

Martin Schlaff: „Wir bräuchten eine neue Welle der Aufklärung!“

Atha Athanasiadis, 08.05.2023

Milliardär. Kunstmäzen in Millionenhöhe. Auf Martin Schlaff hören die Kultur und die Politik. Weltweit. Warum tut er, was er tut? Was hält er von Roščić, de Beer und Co? Was von der Kulturpolitik? Woher diese Liebe zur Oper? Und was sollte sich dringend ändern? Ein Gespräch.

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Ein paar Monate hat’s gedauert. Dann hat er zugesagt, der Mann, der einer der reichsten Österreicher ist und nahezu alle wichtigen Musiktheater in Wien und weltweit sponsert. Martin Schlaff ist etwas gelungen, was sonst nur Schauspieler*innen gelingt: der Verlust des Vornamens. Eine Adelung. „Der Schlaff“ nennen sie ihn in Wien. Wenn er anruft, dann heben nicht nur Theaterdirektor*innen ab, sondern auch Regierungschefs. Er kennt viele, und noch mehr wollen ihn kennenlernen. Und weil er Letzteres sehr selektiv betreibt, wurde er zu etwas, was er selber vermutlich nicht sein möchte: einem Mythos. Aber es gibt Schlimmeres.

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