Martin Schläpfer ist der neue Leiter des Wiener Staatsballetts.

Martin Schläpfer: das Ballett-Genie, das verstören wird

Redaktion, 08.09.2020

Frischer Wind für das Wiener Staatsballett: Martin Schläpfer übernimmt die Leitung und zeigt zum Einstand „Hollands Meister“ an der Volksoper.

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Es kam anders als geplant. Eigentlich wollte Martin Schläpfer kürzertreten. Nach elf erfolgreichen Jahren beim Ballett am Rhein, das er zu einer der führenden Kompanien Europas gemacht hat, hatte er im Sinn, wieder in die Schweiz zu übersiedeln, wo er als Bauernbub aufgewachsen und als Fünfzehnjähriger am Eislaufplatz entdeckt worden war. Vom Alterssitz aus wollte er als freier Choreograf arbeiten. Das Angebot von Bogdan Roščić ließ ihn nach anfänglichem Zögern umschwenken. Doch der Einstand des Erfolgsverwöhnten in Wien verlief abermals anders als erwartet: Corona, die Aufregung rund um die Ballettakademie und die Neuaufstellung derselben, Verhandlungen mit Tänzern. Als wäre der Antritt eines neuen Ballettchefs, der mit den bisherigen wenig gemein hat, nicht aufregend genug.

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