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Wie bringt man die Wiener Kanalisation, den Wurstelprater, das Kunsthistorische Museum und das Haus des Meeres in die Halle G des Tanzquartiers? Ein paar Ideen wären: schillernde Fischkostüme, aufwendige Bühnenbilder, ein nicht ganz so riesiger Nachbau des Riesenrads auf der Bühne oder vielleicht ein an die Kanalisation angelehntes Odeur, das im Zuschauerraum versprüht wird. Das alles interessiert die Tänzerin, Choreografin und Übersetzerin Marta Navaridas jedoch gar nicht so sehr. Viel spannender findet sie es, eine ganz andere Form von Realismus herzustellen – eine, die mit Realismus im eigentlichen Sinne gar nichts zu tun hat, sondern mit real gemachten, möglichst sinnlichen Erfahrungen.
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