Lotfullah Yusufi ist im Jahr 2015 als 15-Jähriger allein nach Österreich geflohen. 2016 trat er das erste Mal im Vestibül des Burgtheaters auf und spielte danach mit der Theatergruppe SPIGL auf Theaterfestivals, Parkplätzen, im Zirkuszelt und beim Heurigen. In „Lotfullah & die Staatsbürgerschaft“ erzählt er – wieder im Vestibül – seine Geschichte.

Lotfullah & die Staatsbürgerschaft: „Kafka ist ein Lercherlschas dagegen“

Sarah Wetzlmayr, 10.03.2025

Vor fast zehn Jahren stand Lotfullah Yusufi zum ersten Mal im Vestibül des Burgtheaters auf der Bühne. Nun kehrt er mit seiner eigenen Geschichte genau dorthin zurück – um mit viel Humor vom Durchhalten in einem undurchschaubaren System zu erzählen.

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Sie musste nicht danach suchen, denn die Geschichte war einfach da, sagt Theatermacherin Anna Manzano. Sie hat sich, wenn man so möchte, förmlich aufgedrängt. Im besten Sinne des Wortes. Als „brennend“ wird die Regisseurin und Theaterpädagogin die besagte Geschichte etwas später im Interview noch bezeichnen. Wir sitzen im Vestibül des Burgtheaters, und rasch ist klar: Lotfullah Yusufi, der hier schon bald von seinen Erlebnissen und Erfahrungen erzählen wird, ist alles andere als aufdringlich, sondern offen, humorvoll und nachdenklich.

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