Werbung
Es sind nur 476 Sekunden. Und diese sieben Minuten und 56 Sekunden sind so schön, überirdisch und schier unglaublich, dass es sich allein schon für diese kurze Zeitspanne lohnen würde, Opernkarten zu kaufen. Ganz leise, fast unhörbar zärtlich beginnt die Melodie, die mit jedem gespielten Takt immer größer, lauter wird und am Ende eine Welle, einen schwebenden Raum erschafft, der alle – Musiker wie Publikum – umspült. Das Instrumentalstück – das „Lohengrin“-Vorspiel – ist so filigran gezaubert, dass dessen Effekt von frühen Wagner-Fans mit einem Opiumrausch verglichen wurde und von Anton Bruckner als „göttliche Vision“. Wagner selbst übrigens beschrieb sein „Lohengrin“-Vorspiel als „wunderwirkende Darniederkunft des Grales im Geleite der Engelsschar“.
Werbung