Als sein „bestgebautes Stück“ bezeichnete Arthur Schnitzler „Das weite Land“. Nina Siewert und Michael Maertens spielen es ab September im Akademietheater. Regie führt Barbara Frey.

Liebe im weitesten Sinne

Sarah Wetzlmayr, 29.08.2022

Was passiert, wenn eine Schweizer Regisseurin mit einem Hamburger, einer Stuttgarterin und vielen anderen fabelhaften Schauspieler*innen „Das weite Land“ inszeniert? Sehr viel Großartiges, denn Arthur Schnitzler ist ohne Frage ein Weltautor.

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Häufig sind Qualität und Alter des Klebstoffs entscheidend, wenn es darum geht, mit wie viel Beständigkeit bestimmte Formen von Zusammenhalt gekennzeichnet sind. Beginnt der Leim, Kleister oder auch der nach Kindheit duftende Uhu-Stick langsam zu bröckeln, geht damit oft auch eine gewisse Unordnung einher. Die Figuren in Arthur Schnitzlers 1910 uraufgeführter Tragikomödie „Das weite Land“ leben in einem solch zerbröselnden Konstrukt. Sie versuchen zwar, wie Hoteldirektor Doktor von Aigner dem Fabrikanten Friedrich Hofreiter erklärt, „Ordnung zu schaffen, so gut es geht, aber diese Ordnung ist doch nur etwas Künstliches … Das Natürliche … ist das Chaos.“

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