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Es wäre seltsam, zu behaupten, jemand wie Nicholas Ofczarek, der zu Hochzeiten seiner mehr als 25-jährigen Burgtheaterkarriere sieben Stücke parallel spielte und der in den vergangenen Jahren ständig zwischen Theater und Dreharbeiten hin und her wechselte, hätte tatsächlich Zeit. Für ein ausführliches Interview zum Beispiel, das auch Momente der Stille und des Nachdenkens enthält, wie auch – ohne diese beiden Dinge tatsächlich miteinander vergleichen zu wollen – Ödön von Horváths Theaterstück „Geschichten aus dem Wiener Wald“, in dem er ab Ende November im Burgtheater zu sehen sein wird. Doch was im ersten Moment vielleicht absurd erscheint, muss es gar nicht sein, denn der Ausnahmeschauspieler, der in Gesprächen immer wieder betont, „auch nur ein stinknormaler Mensch zu sein“, nimmt sich diese Zeit ganz einfach. Er sagt: „Lassen Sie sich ruhig Zeit“ und meint es auch so.
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