Beethoven mit Lyra in einer Landschaft, im Hintergrund der Tempel des Apoll. Das Gemälde von Joseph Willibrord Mähler entstand in Wien um 1804.

Kolumne zum 250. Geburtstag: Schon vergessen? Beethoven!

Redaktion, 21.09.2020

Im Jubiläumsjahr des großen Musikers gäbe es viel zu klären, meint Christoph Wagner-Trenkwitz in seiner Kolumne. War Beethoven ein Griesgram? Welche Rolle spielte Frau Birkenstock?

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Bonn ist eine liebens- und lebenswerte Stadt am Rhein. Die Mehrzahl der Bewohnerinnen und Bewohner sind, wenig überraschend, Rheinländerinnen und Rheinländer, sie nähren sich von rheinländischer Küche (die zur Blutwurst gerne picksüßes Apfelmus reicht) und verfügen über rheinländischen Humor, der sich einmal im Jahr mehrere Wochen hindurch im Karneval Bahn bricht. Humor brauchte man hier auch, um zwei herbe Verluste zu verschmerzen: Vor zwanzig Jahren übersiedelte ein Großteil der deutschen Regierung nach Berlin. Bonn wurde sozusagen enthauptet: Nicht mehr Bundeshauptstadt, sondern „Bundesstadt“ nennt es sich seitdem.

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