Kay Voges ist seit der Spielzeit 2020/21 Künstlerischer Direktor des Wiener Volkstheaters. Zuvor war er zehn Jahre lang Intendant des Schauspiels Dortmund.

Kay Voges: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Sarah Wetzlmayr, 28.08.2023

In einer Stadt, die es liebt, ihre Toten hochleben zu lassen, möchte Kay Voges lebendiges, ­mutiges und gegenwärtiges Theater machen. Klingt schwierig? Muss es nicht sein. Ein Gespräch über Wien, ­Spiellust und die Schönheit permanenter Transformation.

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„Wir wollen ein offenes Haus sein“, sagt Volkstheater-Direktor Kay Voges und legt eines der Spielzeitbücher zur Saison 2023/24 vor sich auf den Tisch. Passend zum eben Gesagten stehen die Fenster seines lichtdurchfluteten Büros weit offen. Für unser Gespräch bedeutet das, dass es vom typischen Großstadtsoundtrack begleitet ist – allerdings von der mittäglichen Akustikversion. Wien unplugged, wenn man so will. Anstatt es als störend zu empfinden, dass sich die Stadt hin und wieder in unser Gespräch einmischt, fühlt es sich stimmig an, denn auch im Programm, das sich der Intendant gemeinsam mit seinem Team für die kommende Spielzeit überlegt hat, hört man – brummend, quietschend, bellend und surrend – an vielen Stellen die Hauptstadt durch.

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