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Als wir Kay Voges im Sommer 2020 auf einem Meidlinger Fußballplatz trafen, um über Offensivtheater und seine Pläne für das Volkstheater zu sprechen, war das Haus am Arthur-Schnitzler-Platz noch eine Baustelle. Passend zum Ort des Zusammentreffens fiel damals der vor allem in der österreichischen Hauptstadt bekannte Satz: „Des is ka Haus, des is a Häusl.“ Heute, fast fünf Jahre später, ist davon nichts mehr zu spüren – das Volkstheater hat sich zur innovativsten, wildesten und im besten Sinne unberechenbarsten Theaterbühne der Stadt entwickelt. Zu einer richtig coolen Hütte. Was diese Hütte noch ein bisschen cooler macht, ist, dass es darin ein Häusl gibt, durch das man aufs grün gestrichene Dach des Theaters gelangt. Als Kay Voges hier mit seiner Truppe einzog, wurde auch ebenjenes gerade frisch saniert. Nach oben hin war zu diesem Zeitpunkt also noch alles offen – trotz intensiver Sanierungsarbeiten glücklicherweise mehr sprichwörtlich als buchstäblich.
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