Katharina Klar in jenem Kabäuschen, aus dem bei Josefstadt-Premieren die begehrten Karten vergeben werden.

Katharina Klar: „Ich bin auf Theaterentzug"

Klaus Peter Vollmann, 01.04.2021

Die Schauspielerin kann dem Lockdown nichts mehr abgewinnen. Wir auch nicht. Sobald er vorbei ist, wird man die impressive Wienerin als Politikerin erleben. Auf der Bühne. In zwei Stücken.

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Was machen Sie eigentlich am Abend?“ Mit dieser Frage, sagt Katharina Klar, würde momentan jedes Interview mit einer Schauspielerin beginnen. Also: Was machen Sie eigentlich am Abend? „Ich gehe meistens vor Mitternacht ins Bett. Davor jogge ich gerne nach Einbruch der Dunkelheit durch die verlassene Stadt.“ Lesen steht ebenfalls auf dem Standard­programm. Enthusiasmus nicht. „Als der erste Lockdown kam, war ich bereits elf Jahre durchgehend am Theater und hatte sogar Sehnsucht nach einer Art Auszeit. Ich konnte den Stillstand gut für mich nutzen, mir war nie langweilig. Aber jetzt bin ich auf Theaterentzug!“ Es sei unerträglich, eine ganze Branche in einer solchen Krise zu wissen, für nicht fest angestellte Kolleginnen und Kollegen sei dieser Zustand existenzbedrohend.

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