Julian Valerio Rehrl streckt dem Leben die Zunge raus – und durchlebt mit seinen aktuellen Rollen starke Momente.

Julian Valerio Rehrl über Verletzbarkeit und das Gefühl, nicht zu genügen

Theresa Steininger, 09.06.2021

Wie Julian Valerio Rehrl, der Jungstar an Josefstadt und Kammerspielen, sich am Donaukanal und mit Lars von Trier auf seine depressive Figur in „Der Sohn“ einstimmt.

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Wir gehen am Donaukanal entlang. Julian Valerio Rehrl schaut gedankenverloren aufs Wasser. In letzter Zeit war er selten hier, da war ihm zu viel los. Aber vor mehr als einem Jahr, als er in den Kammerspielen „Der Sohn“ probte, kam er her, um sich mit dem schwierigen Thema des Stücks zu beschäftigen, das ihm gleich in seiner ersten Saison an der Josefstadt einen großen Erfolg bescherte: Er spielt darin einen depressiven 17-Jährigen, der sich immer mehr von seinen Freunden und seiner Patchwork-Familie zurückzieht. „Auf Wasser zu schauen kann ja auch ein depressives Moment haben“, sagt Rehrl. „Ich habe überlegt, wie es Nicolas ginge, würde er hier entlangspazieren, und mich bewusst dem Alleinsein ausgesetzt, um ihn besser verstehen zu können.“

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