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Wir gehen am Donaukanal entlang. Julian Valerio Rehrl schaut gedankenverloren aufs Wasser. In letzter Zeit war er selten hier, da war ihm zu viel los. Aber vor mehr als einem Jahr, als er in den Kammerspielen „Der Sohn“ probte, kam er her, um sich mit dem schwierigen Thema des Stücks zu beschäftigen, das ihm gleich in seiner ersten Saison an der Josefstadt einen großen Erfolg bescherte: Er spielt darin einen depressiven 17-Jährigen, der sich immer mehr von seinen Freunden und seiner Patchwork-Familie zurückzieht. „Auf Wasser zu schauen kann ja auch ein depressives Moment haben“, sagt Rehrl. „Ich habe überlegt, wie es Nicolas ginge, würde er hier entlangspazieren, und mich bewusst dem Alleinsein ausgesetzt, um ihn besser verstehen zu können.“
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