Stammgast im Café Bräunerhof. Joseph Lorenz schätzt das Kaffeehaus als verlängertes Wohn- und Arbeitszimmer. Hier liest er die Zeitungen und lernt Theatertexte.

Joseph Lorenz: In Gesellschaft alleine sein

Klaus Peter Vollmann, 07.02.2022

Er ist Schauspieler, weil er nichts anderes kann. Das aber kann er außergewöhnlich gut. Ausloten, lancieren, verführen, verbergen. Figuren mit Leben anreichern. Wir trafen Joseph Lorenz in seinem Stammcafé.

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„Hier ist nichts zu tun.“ So lautet eine der Antworten von Joseph Lorenz, danach befragt, warum er gerne ins Kaffeehaus gehe. Und aufgrund fehlender Ablenkungsversuche, die es daheim zuhauf gebe, könne er hier arbeiten. Mit „hier“ ist das Café Bräunerhof gemeint, einst Audienzraum von Thomas Bernhard und, glaubt man den signierten Fotos an den Wänden, auch von zahlreichen anderen Künstler*innen hochgeschätzt. „Es spielt nicht auf Kaffeehaus, es ist eines“, erklärt der Schauspieler, warum er sich gerade den Bräunerhof als Treffpunkt ausgesucht hat.

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