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Am Tag der Premiere von „Schäfchen im Trockenen“ pfeift ein eisiger Wind durch die Stadt, verwirbelt Stirnfransen, die unter Hauben herausschauen, und zwingt Radfahrer*innen dazu, ihre Definition von Gegenwind sprachlich zuzuspitzen. Den Wirbel der letzten Probenwochen merkt man Regisseurin Isabella Sedlak kaum an. Dick eingepackt und gut gelaunt sperrt sie die Tür zum Theater Drachengasse auf. So ein Premierentag fühle sich immer ein bisschen wie ein Abschied an, sagt sie. „Mein Teil der Arbeit ist eigentlich getan. Schon in den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass die Spielerinnen das nun zu ihrem Ding gemacht haben.“ Sie lacht. Nervös werde sie erst, wenn am Abend das Licht ausgeht, fügt sie hinzu.
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