Ilia Staple studierte Gesang an der Linzer Anton Bruckner Privatuniversität, war sechs Jahre Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, wo sie neben vielen anderen Rollen Gilda („Rigoletto“), die Königin der Nacht („Die Zauberflöte“), Sophie („Werther“) und die Musetta („La Bohème“) sang. Sie wirkte bei den 24 Tiroler Festspielen Erl im „Ring des Nibelungen“ u. a. als Woglinde mit und war im Rahmen des internationalen Brucknerfests als Blonde („Die Entführung aus dem Serail“) und Bubikopf („Der Kaiser von Atlantis“) zu erleben. Seit der Spielzeit 2024/25 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, an der sie 2022 debütierte.

Ilia Staple: Schmäh trifft Stimme

Klaus Peter Vollmann, 10.04.2025

Als Papagena hatte Ilia Staple die Lacher auf ihrer Seite. Nun gibt sie in „Arabella“ die naturgewaltige Fiakermilli. Die Linzer Sopranistin ist neu in der Juwelenschatulle der Staatsoper. Unprätentiös, feinfühlig, überzeugend.

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„Ich feiere auch den siebten Zwerg.“ Ilia Staple meint es ernst. Nicht die Bühnenzeit einer Rolle sei für sie entscheidend, sondern deren Gestaltungsmöglichkeiten. In Barbora Horákovás Neuinszenierung der „Zauberflöte“ verhalf ihr diese künstlerisch smarte Perspektive jüngst dazu, als Ereignis in Erinnerung zu bleiben.

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