Hans Neuenfels am Weg vom Café Mozart, vorbei an der Albertina,
zu den Proben in der Wiener Staatsoper, wo er Mozarts „Entführung
aus dem Serail“ inszeniert – sein Regiemeisterwerk aus Stuttgart.

Hans Neuenfels, haben Sie sich Ihre Ohrfeigen verdient?

Atha Athanasiadis, 07.02.2022

Seine Inszenierung von Mozarts "Entführung aus dem Serail" wird in das Repertoire der Staatsoper aufgenommen. Mit der BÜHNE sprach der Regisseur über hitzige Proben und pädagogische Gelassenheit.

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Seine Inszenierungen wurden verbal vernichtet und physisch abgesetzt. Seine Alkohol- und Nikotinsucht sind ebenso legendär wie seine Ausbrüche bei den Proben. Sein Name lässt das Opernpublikum wohlig auf einen Skandal hoffen. Es sind fast mitleidige Blicke, die man bei der Erwähnung erhält, Hans Neuenfels zum Interview zu treffen. Blicke, die ins irritierte Flackern wechseln, wenn der Nachsatz folgt, dass man sich darauf freut. Kurz vor dem Termin dann der Anruf, dass Hans Neuenfels auf den Sitzungssaal der Staatsoper pfeift und lieber in den Schanigarten des Café Mozart geht. „Weil man dort rauchen kann.“

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