Günter Franzmeier studierte Schauspiel an der Salzburger Elisabethbühne, spielte u. a. am Schauspielhaus Zürich und an den Hamburger Kammerspielen und gehörte 26 Jahre dem Wiener Volkstheater-Ensemble an. Seit 2022 ist er fix am Theater in der Josefstadt engagiert, wo er in der aktuellen Spielzeit in sechs Produktionen zu sehen ist. Er arbeitet auch für Film und TV – in 13 „Tatort“-Folgen war er der Gerichtsmediziner Professor Kreindl.Passionierter Bühnenmensch. Die plüschige Loge in den Kammerspielen ist für Günter Franzmeier ein ungewohnter Ort, sitzt er doch in der Regel nicht oben, sondern steht unten auf der Bühne.

Günter Franzmeier: „Ich existiere nicht“

Klaus Peter Vollmann, 03.01.2024

Günter Franzmeier ist ein Phänomen. Seit Jahrzehnten präsent, aber kaum publik. Das wird sich auch mit Peter Turrinis „Es muss geschieden sein“ nicht ändern. Weil er nicht anders kann. Und will. Ein erstaunlicher, ehrlicher, erfolgreicher Akteur.

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Man ist einiges gewohnt. Und wird dann doch immer wieder überrascht. Zum Glück birgt jede Begegnung auch die Chance, schlummernde Vorurteile zu überprüfen – die es, den Schauspielerberuf betreffend, zuhauf gibt. Würde man das Stereotyp des überdimensioniert eitlen, auch jeden nichtigen Anlass zum polternden Auftritt nutzenden Mimen, bei dem Selbsteinschätzung und Talent nicht zwingend miteinander korrelieren, umdrehen, käme eine Charakterstudie von Günter Franzmeier heraus.

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