Marisa Massler malenberg sind Gewandmeisterinnen im Theater in der Josefstadt. Der BÜHNE haben sie in der hausinternen Schneiderei erzählt und gezeigt, was ein gutes Kostüm ausmacht.

Gewandmeisterinnen und ihr Stoff, aus dem die großen Dramen sind

Julia Schilly, 19.04.2021

Kostüme müssen viel können und ertragen. Denn Theater ist Zauberei und Hochleistungssport. Zwei Gewandmeisterinnen aus dem Theater in der Josefstadt erklären den Prozess anhand des Seidenkleids, das Maria Köstlinger in „Gemeinsam ist Alzheimer schöner" trägt.

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Hauchzart gleitet der Stoff zwischen den Fingern durch. Das gelbe Seidenkleid, das Maria Köstlinger in Peter Turrinis „Gemeinsam ist Alzheimer schöner" auf der Bühne der Kammerspiele mit ihrer unbändigen Spielfreude und Bühnenpräsenz getragen hat, hängt nun seltsam energielos an einer Puppe in der Schneiderei im Theater in der Josefstadt. Einen Hauch von Magie verströmt das Kostüm aber selbst ohne seiner charismatischen Trägerin noch. Drei Borten an Federn, fünf bunte Unterröcke, eine Saumweite von insgesamt acht Metern, funkelnde Bestickungen und ein mit Strasssteinen besticktes Netzoberteil. Alltagstauglich sieht anders aus. Doch der Eindruck täuscht. Dieses Kleid hält viel aus. Rund 90 Stunden Arbeitszeit wurden investiert, schätzt die Gewandmeisterin Anita Schmalenberg.

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